Einen Organspendeausweis kann man einfach online ausfüllen und ausdrucken.

Warteliste und Transplantation von Nieren.
Quelle: Eurotransplant, Grafik: de.wikipedia.org

Website der Stiftung Eurotransplant

Organspenden, schenkt Leben.

Gib alles was du hast

Nach den ganzen Fussballbeiträgen der letzten Zeit, gibt es heute mal ein etwas ernsteres Thema.

Und zwar ist heute, am 3. Juni 2006, der Tag der Organspende. Und da ich dies für ein sehr wichtiges Thema halte, über das leider viel zu selten gesprochen wird, möchte ich nachfolgend dazu ein paar Sätze verlieren..

Wie der Titel vielleicht ansatzweise vermuten lässt, geht es mir vor allem um Organspendeausweise.. Schätzungen zufolge besitzen nämlich nur ca. 3% aller deutschen einen eigenen Ausweis.

Diese Tatsache ist vor allem erschreckend, wenn man weiß, dass die Anzahl der Menschen, die beispielsweise auf eine Nierentransplantation warten drei Mal so hoch ist, wie die Zahl der durchgeführten Operationen. In Deutschland heißt das zurzeit, dass man im Schnitt sechs bis acht Jahre auf eine neue Niere warten muss!

Um diesen Mangel zu beseitigen, gibt es momentan eigentlich nur eine (und zwar eine sehr einfache) Lösung. Es müssen einfach mehr Leute einen Organspendeausweis besitzen. Einen solchen kann man u.a. einfach online ausfüllen und an seinem heimischen Drucker ausdrucken.

Und wer jetzt denkt, meine Organe möchte nach meinem Tod aber behalten.. Der sollte sich vielleicht mal überlegen, ob er oder sie im Ernstfall dann auch selbst auf ein Spenderorgan verzichten würde. Ach, und mal ehrlich.. Wer von euch hat den schon einen solchen Ausweis im Portemonnaie?!


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3 Antworten zu diesem Artikel

Dominik schreibt:

#1

Gravatar: Dominik
Ja da is was dran. Ich habe aber einen. Der hat es nur noch nicht in mein Portemonaie geschafft... Ich habe den mal ausgefüllt und dann doch woeder an die Seite gelegt. Weil ehrlich gesagt: Irgendwie is das schon ein komisches Gefühl mit der Sicherheit rumzulaufen das man wenn man auf einmal tod umfällt auseinander geschnitten wird. Da hat es bei mir noch so ein bischen gehangen. Oder villeicht auch daran das ich noch gar nicht so wirklich drüber nachdenken will was is wenn ich tod bin weil ich denke das das noch ein weilchen Zeit haben sollte.... Aber Recht hast du auf jeden fall. Das is wie mit den Unfällen: Irgendwann erwischt es todsicher jeden ;-) Ich wede ihn wohl mal einstecken.

Philipp schreibt:

#2

Gravatar: Philipp
Also, ich finde auch, dass es ein komisches Gefühl ist, sich mit seinem eigenen Tod zu beschäftigen. Und natürlich hoffe ich sehr, dass der Ausweis niemals zum Einsatz kommt. Aber wenn es doch einmal soweit sein sollte, bin ich absolut dafür!
Im Grunde genommen bin ich eigentlich auch für eine andere gesetzliche Grundlage. Meiner Meinung nach sollte es bei uns (wie schon in einigen anderen europäischen Ländern) eine Widerspruchsregelung geben. D.h. solange man zu Lebzeiten nicht ausdrücklich einer Organentnahme widersprochen hat, gilt man als potentieller Spender..

Dominik schreibt:

#3

Gravatar: Dominik
Ja das wäre wirklich eine gute Maßnahme.

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